Mit Vorfreude im Gepäck auf dem Weg
Vor der langen, einmonatigen Reise, die im indonesischen Jakarta beginnen und bis nach Bali führen sollte, war die Luft im Haus von einer seltsamen Mischung aus Anspannung und Vorfreude erfüllt. Während des Packens schwirrten mir unzählige Gedanken an die fremden Landschaften und Menschen durch den Kopf, denen ich bald begegnen würde. Ich wollte den Menschen, die mir auf dieser Reise begegnen, ein kleines, aber besonderes Geschenk überreichen. Nach langem Überlegen packte ich mehrere Gesichtsmasken mit eleganten koreanischen Schriftzeichen tief in meinen Rucksack. Von beruhigenden Kiefernmasken bis hin zu feuchtigkeitsspendenden Birken-Gel-Masken – ich hoffte, dass diese kleinen Geschenke voller reiner Frische aus Korea den Menschen auf meinem Weg ein Lächeln ins Gesicht zaubern würden. Als alles ordentlich verstaut war, wurde mir endlich bewusst, dass es nun wirklich losging.

Am nächsten Morgen war es endlich Zeit für den Aufbruch. Ich lief hinaus zur Bushaltestelle an der von der Sonne intensiv beschienenen Straße. Während ich unter dem Schild des Bezirksrats Gwangjin an der Haltestelle des Flughafenbusses 6013 wartete und die vorbeifahrenden Autos beobachtete, atmete ich tief durch. Ich blickte schweigend auf den Netzplan und die Informationstafeln an der Säule der Haltestelle und dachte mir im Stillen: „Jetzt geht es endlich los, auf geht's!“ Obwohl die Mittagshitze über dem Asphalt flimmerte, war mir beim Warten auf den Flughafenbus so erfrischend zumute, als würde eine kühle Brise wehen.

Die erste Begegnung mit Terminal 2 und ein besonderes Festmahl in der Lounge
Der Bus glitt sanft über die Straße und setzte mich am Terminal 2 des internationalen Flughafens Incheon ab. Da ich bisher meistens mit Asiana Airlines geflogen war und daher nur das Terminal 1 gut kannte, war dies mein erster Besuch im Terminal 2. Durch die Fusion von Asiana Airlines mit Korean Air hatte sich das primär genutzte Terminal geändert, was mir diesen neuen Anblick bescherte. Die weitläufige Halle mit ihrer hohen, geschwungenen Decke, durch die sanftes Sonnenlicht fiel, war überraschend ruhig und entspannt. Statt des üblichen geschäftigen Treibens lag eine geordnete Stille über der Lobby, und ich spürte die tiefe Vorfreude, nun endgültig auf Reisen zu sein.
Nachdem ich die Sicherheitskontrolle und die Ausreiseformalitäten schnell hinter mich gebracht hatte, betrat ich die Flughafen-Lounge. Hier gab es einen außergewöhnlichen Bereich namens „Ramen-Bibliothek“. Die gesamte Wand war wie ein Bücherregal gestaltet, doch statt Büchern waren dort dutzende verschiedene, bunte Ramen-Packungen ordentlich aufgereiht, was absolut faszinierend aussah. Diese Ramen, die man sonst nur im Supermarkt sieht, so zahlreich in den Regalen zu betrachten, weckte in mir eine fast kindliche Neugier und Begeisterung. Selbst die Entscheidung, welche Sorte ich wählen sollte, war ein kleines Vergnügen für sich.

Wie an den Convenience Stores am Hangang-Fluss beschloss ich, meine Ramen an einem der automatischen Kochgeräte selbst zuzubereiten. Ich gab Nudeln und Gewürzmischung in die Spezialschale und drückte den Knopf. Die Maschine goss die exakte Menge heißes Wasser ein und brachte das Ganze passend zum Timer zum köchelnden Sprudeln. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Ramen auf diese Weise zubereitete. Auf die frisch gekochten, angenehm scharfen Nudeln gab ich reichlich frisch geschnittene Frühlingszwiebeln. Dazu gesellten sich gegrillte Garnelen, Pasta und frittierte Köstlichkeiten vom Lounge-Buffet auf meinem Teller. Die Kombination aus den heißen Ramen und den feinen Speisen, abgerundet durch ein kühles Glas Mandarinensaft, war großartiger als das Menü in so manchem gehobenen Restaurant.



Auch nachdem ich mich mit den Ramen und den warmen Speisen gestärkt hatte, war der kulinarische Genuss noch nicht vorbei. Ich holte mir zwei weiche Muffins, einen fluffigen Red Velvet Cake, ein kleines Törtchen mit feiner Sahnehaube sowie einen Becher mit bunten Früchten und eine Packung Milch für eine gemütliche Dessertzeit. Die Wartezeit bis zum Boarding bei all dieser Süße im Mund fühlte sich an wie eine geschenkte Auszeit.

Ein Esstisch über den Wolken, Gelassenheit auf Reiseflughöhe
Als das Boarding abgeschlossen war und wir endlich starteten, glitt die Maschine über die Startbahn und erhob sich in den Himmel. Mit dem mächtigen Dröhnen der Triebwerke geriet die Landschaft am Boden in weite Ferne, bis das Flugzeug schließlich eine stabile Reiseflughöhe erreichte. Aus dem Fenster bot sich mir ein herrlicher Blick auf den strahlend blauen Himmel, bauschige Haufenwolken und die weit unten liegenden Muster der Felder. Sobald das Flugzeug seine optimale Flughöhe erreicht hat, stellt sich auch bei mir immer die innere Ruhe der Reise ein. Mein zuvor noch leicht angespannter Körper und Geist fühlten sich plötzlich so frei an, als würde ich auf den weichen Wolken schweben.

Normalerweise vertrage ich das Essen an Bord nicht besonders gut und lasse die Mahlzeiten im Flugzeug oft aus, doch auf diesem Flug wurde mir ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis geboten. Vielleicht lag es an der neuen Menügestaltung nach der Fusion von Asiana Airlines und Korean Air, jedenfalls wurden nacheinander hervorragende Gerichte serviert, die meine Erwartungen weit übertrafen. Als ich den ersten Bissen des scharf-sauren Som Tum probierte, war ich völlig überrascht von dem frischen und zugleich wunderbar reichhaltigen, nussigen Aroma – ich dachte nur: „Was ist das für ein herrlich cremiger Geschmack?“ Der Salat mit Ricotta-Käse und Olivenöl-Dressing ließ bereits erahnen, dass dies kein gewöhnliches Essen war, und das Hauptgericht mit zarten Jakobsmuscheln und Penne-Pasta war so exzellent, dass ich einfach ein Foto machen musste. Obwohl ich in der Lounge bereits ausgiebig gegessen hatte, war diese Mahlzeit so perfekt, dass ich den Teller komplett leerte.

Tropische Luft, Empfang in der Nacht von Jakarta
Nach einem angenehmen Essen und einer erholsamen Pause landete das Flugzeug schließlich sanft auf dem internationalen Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta, Indonesien. Als ich die Fluggastbrücke betrat, die das Flugzeug mit dem Terminal verband, umhüllte mich der fast schon übertrieben kühle Wind der Klimaanlage. Diese Frische tat nach dem langen Flug unglaublich gut und weckte meine müden Lebensgeister sofort wieder auf. Der erste Gruß von Jakarta war weitaus erfrischender als erwartet.

Die Einreiseformalitäten waren viel unkomplizierter als gedacht. Ich folgte einfach dem Gang, passierte die elektronischen Schranken der Immigration und scannte die im Vorfeld online ausgefüllte Zollerklärung per QR-Code – alles lief absolut reibungslos. Da ich auf dieser Reise nur mit leichtem Gepäck in Form eines einzigen Rucksacks unterwegs war, musste ich nicht auf mein Gepäck warten und konnte direkt weitergehen.

Als ich die Ankunftshalle verließ und mich nach links wandte, warteten dort bereits freundliche Mitarbeiter, die bei der Nutzung von Gojek und Grab halfen. Unter ihrer Anleitung rief ich ein Fahrzeug über die App und schloss die Zahlung ab. Schon nach kurzer Zeit traf das Auto ein, das mich zu meinem Ziel bringen sollte. Während der Fahrt durch die nächtlichen Straßen glitten die Lichter und die Dunkelheit Jakartas an meinem Fenster vorbei.

Das Auto passierte das Stadtzentrum und erreichte schließlich den Eingang des reservierten Hotels. Ich stieg aus und betrat die prachtvolle Lobby. Die Atmosphäre, die von den hohen Rundbögen und dem warmen Licht ausging, war absolut faszinierend. Nach der langen Reise stellte sich endlich das erleichternde Gefühl ein, sicher an meiner Unterkunft angekommen zu sein.

Als ich eingecheckt hatte und mein Zimmer bezog, war es bereits nach 23 Uhr. Da sich zu dieser späten Stunde der Hunger meldete, bestellte ich mir Satay aufs Zimmer. Als ich die kurz darauf gelieferte Papierverpackung öffnete, verströmten die über Holzkohle gegrillten Spieße und der klebrige Lontong-Reiskuchen ein wunderbar herzhaftes Aroma. Schon beim ersten Bissen konnte ich mir ein begeistertes „Das ist eben das wahre Land des Satay“ nicht verkneifen. Ich genoss die köstlichen Spieße so sehr, dass ich am Ende glücklich und rundum satt war.

Sobald das Flugzeug seine Reiseflughöhe erreicht hat, stellt sich auch bei mir immer die innere Ruhe der Reise ein.
Nach dem üppigen Essen legte ich mich entspannt ins Bett, während draußen die erste Nacht in Jakarta verging. Die mitgebrachten kleinen Geschenke, die erste köstliche Erfahrung in der Lounge, das fantastische Essen über den Wolken und die späten Satay-Spieße mitten in der Stadt – all diese perfekten Puzzleteile des ersten Tages kündigten einen großartigen Start für meine einmonatige Reise durch Indonesien an.