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Alleine für 2 Tage und 1 Nacht: Fukuoka kulinarisch und zu Fuß entdecken

2024.5.19 – 2024.5.19

Als ich nach einem unkomplizierten Reiseziel für das Wochenende suchte, entschied ich mich für Fukuoka. Kaum aus dem Flugzeug gestiegen, erblickte ich den strahlend blauen Himmel und die ordentlichen Straßen rund um den Bahnhof Hakata. Nur mit einer Tasche auf dem Rücken lief ich einfach drauflos, während sich die Mai-Sonne weder zu kalt noch zu heiß angenehm weich um mich legte. Die Vorfreude auf diese Solo-Reise stieg in mir hoch.

Menschen warten unter einem klaren Mai-Himmel an einer Ampel nahe der Hakata Station

Gleich nach der Ankunft meldete sich der Hunger, also ging ich direkt in ein Restaurant in der Nähe. Es war ein typisches Lokal für japanische Hausmannskost. Auf einem kleinen Holztablett wurde liebevoll gegrillter Fisch, eine fluffige, süßliche Eierrolle, eine klare Miso-Suppe und salziger Mentaiko-Kaviar serviert. Als ich ein wenig von dem Mentaiko auf eine Gabel voll duftenden Reis legte und probierte, breitete sich ein herrlicher Umami-Geschmack im Mund aus. Erst als mein Magen gut gefüllt war, spürte ich richtig, dass die Reise begonnen hatte.

Ein klassisches japanisches Alltagsgericht mit knusprig gegrilltem Fisch und feinen Beilagen

Kleine Pause unter blauem Himmel: Impressionen aus den Cafés der Seitengassen

Nach dem Essen schlenderte ich gemütlich durch die Einkaufszentren und über die Dachterrassen der Innenstadt. Um eine riesige Pikachu-Figur am Eingang eines Ladens drängten sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen, um Fotos zu machen. Als ich wieder ins Freie trat, erstreckte sich ein strahlend blauer Himmel ohne jede Spur von Feinstaub vor mir, passend zum warmen Maiwetter. Beim Blick über die Straßen rund um den Bahnhof Hakata mit den ordentlich aufgereihten Taxis fühlte ich mich herrlich frei und erholt.

Eine niedliche Pikachu-Figur neben einer Rolltreppe
Der strahlend klare Himmel über der geschäftigen Innenstadt von Hakata

Nach dem Mittagessen zog es mich in ein nostalgisches Kissaten-Café, das noch die traditionelle Zubereitung mit dem Siphon-Kaffeebereiter pflegt. Die dunklen Holzmöbel und das handgefertigte Dekor strahlten eine beruhigende Ruhe aus. Hier bestellte ich ein kühles, cremiges Dessert passend zum frisch gebrühten Kaffee. Die Tasse Kaffee mit feiner Bitternote und vollem Körper harmonierte perfekt mit dem süßen Beeren-Dessert und vertrieb die Müdigkeit des Mittags im Nu.

Das Innere eines Cafés mit klassischer Holzeinrichtung und gemütlicher Beleuchtung
Eisgefilterter Kaffee serviert mit einem Dessert mit Heidelbeersauce

Ein edler Sushi-Tresen und die nächtliche Brise am Nakasu

Als der Abend näher rückte, machte ich mich auf den Weg zu dem reservierten Omakase-Sushi-Restaurant. Unterwegs musste ich schmunzeln, als ich den süßen Hintern eines Hundes sah, der durch ein Fenster ganz aufmerksam nach draußen blickte. Das Sushi-Restaurant war von dichtem, grünem Efeu umrankt, was ihm eine ganz besondere, geheimnisvolle Aura verlieh. Beim Öffnen der Tür wurde ich von einem einladenden, warmen Holztresen empfangen.

Rückansicht eines kleinen Hundes, der durch eine Glasscheibe nach draußen schaut
Der gemütliche Eingang eines japanischen Restaurants, dicht umwachsen von grünem Efeu

Hier bereitete eine Meisterin das Sushi mit größter Sorgfalt im Omakase-Stil zu. Dank ihrer eleganten und ruhigen Art fühlte ich mich den gesamten Abend über bestens umsorgt. Als ich das dicke Garnele-Sushi, das so hübsch auf einem echten Blatt angerichtet war, in den Mund nahm, entfaltete sich neben der knackigen Textur eine feine, milde Süße. Es war ein Fest für die Augen und den Gaumen gleichermaßen.

Ein frisches, rötliches Garnelen-Sushi, elegant auf einem grünen Blatt serviert
Der einladende, traditionelle Sushi-Tresen aus warmem Naturholz

Nach diesem hervorragenden Abendessen, das mich rundum satt und glücklich machte, sehnte ich mich nach der kühlen Abendluft. Um das Essen ein wenig zu verdauen, schlenderte ich langsam hinunter zum Fluss Nakasu. Die Lichter der Gebäude spiegelten sich sanft im Wasser, und das nächtliche Panorama der Stadt wirkte wunderbar beruhigend. Mit Kopfhörern im Ohr ganz allein am Flussufer entlangzuspazieren, war genau der richtige Trost für die Kürze dieser zweitägigen Reise.

Die funkelnden Lichter der Stadt spiegeln sich im ruhigen Wasser des Nakasu-Flusses

Ein satter und warmer Abend in Fukuoka, perfekt abgerundet mit einer Dose Bier.

Zurück im Hotelzimmer öffnete ich eine Dose Bier mit einer dicken, cremigen Schaumkrone. Da ich heute wohl etwas zu viel geschlemmt hatte, kaufte ich im Convenience Store auch noch ein kleines Päckchen Milch, in der Hoffnung, einer Schwellung am Morgen vorzubeugen. „Aber auf das Bier zum Abschluss kann man eben doch nicht verzichten!“ Mit den kühlen Schlucken und einer Packung salzigem Käse als Snack brachte ich den ersten Tag meiner Solo-Reise durch Fukuoka zu einem absolut perfekten Ende.

Bier, Milch und Snacks aus dem Convenience Store auf dem Tisch im Hotelzimmer
Reiseroute auf der Karte
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